Die Askja – zu Gast in der Rumpelkammer Islands

Über die Askja lesen wir in den letzten Jahren immer wieder von Erdbeben. Schwarmbeben, Bebenserie, immer wieder rumpelt es im Askja-Gebiet im Nord-Osten Islands. Das Gebiet ist gezeichnet von unendlichen Lava-Feldern, alleine die Fahrt dorthin ist ein echtes Erlebnis.

Askja F910Zufahrt zur Askja von Norden: F905 oder F88

Die F88 ist wie so oft überschwemmt, daher nehmen wir die nächste Möglichkeit über die F905, aber vorher noch tanken. Wir mussten etwas schmunzeln, weil wir ein paar Minuten den Zapfhahn gesucht haben. Es ist sicherlich die süßeste Tankstelle der Welt, fragt gegenüber im Restaurant nach dem Schlüssel.

Tankstelle Askja F910

Die F905 ist ein Höllenritt für Mensch und Auto. Es sind gar nicht die Furten. Die Strecke ist schon recht anspruchsvoll. Ein Kurven-Festival über 80km, wird abgelöst von Tiefsandpassagen. Dann geht es wieder quer durch Lavagestein und eine kurvenreiche Hindernistour im Schleichtempo. Merke: Zeit einplanen. Auch für viele Fotostops.

askja

Wichtige Hinweise für die Askja

Die Pisten sind befahrener als so manche Hochland-Strecke im südlichen Hochland und wir haben sogar Ranger getroffen, die sich bei den Fahrern über die Lage informieren und zu kleine 4×4 notfalls zum Umkehren bewegen. Dennoch: Bevor Ihr zur Askja fahrt, bitte ein paar Sachen beachten:

Wasser mitnehmen,

  • ausreichend Zeit einplanen (10h bis Sonnenuntergang wenn Ihr am selben Tag wieder zurück wollt und noch Viti und Drekagil besuchen möchtet)
  • Tanken, ggf. noch einen Ersatzkanister mitnehmen.
  • Und bitte schaut Euch vor Abreise safetravel.is an. Die F88 ist machbar, aber meist mit Wassertiefen über 50cm, daher nicht für jedes Auto geeignet. Auf road.is findet Ihr auch relevante Straßeninformationen über die Pisten zur Askja. Nutzt zudem die Safetravel App. Die aktuelle Wetterlage und Erdbebenaktivität findet hier bei vedur.is

askja sandpiste

askja f910 kreuzung

Askja Piste F910

Offroad-Fahren neben der Piste

Leider haben wir viele Autospuren abseits der Piste gesehen, es dauert Jahre bis diese Spuren wieder verschwinden. Wir lieben die Freiheit, hier im Askja Gebiet haben wir uns so frei wie selten irgendwo gefühlt. Einfach schade, dass einige diese Freiheit missbrauchen. Die Piste selbst ist ausreichend anspruchsvoll. Vielen fehlt wahrscheinlich einfach das wissen, was sie mit dem Offroad-Fahren anrichten.

Wir haben hier an diesem Ort beschlossen im nächsten Jahr wiederzukommen. Wir brauchen mehr Zeit an diesem wundervollen Platz der Erde. Wart Ihr schon mal in der Askja, wie hat Euch die Drekagil (Drachenschlucht) gefallen und welche Route seid Ihr gefahren?