Island im November

Wir sind nun seit ein paar Tagen zurück und sind immer noch beeindruckt.

Vorweg: Island ist magisch, für uns kaum zu erfassen. Island hat uns in seinen Bann gezogen und lässt uns nicht mehr los.

Vielleicht sind es die Gegensätze, die uns so beeindrucken. Der harte Kontrast aus weißem Schnee und schwarzer Lava, eiskalte Winde um 20m/s und heiße Bäder mitten im nirgendwo, dass weiche Fell der Islandpferde und die kratzige Wolle der Island-Pullis. Es gibt so viele Gegensätze, so viel natürliche Schönheit, tagsüber im pastellfarbenen Sonnenlicht der wahlweise gerade auf-oder wieder untergehenden Wintersonne.

Und, ehrlich gesagt auch mit Fotos ist Island kaum zu erfassen, denn Island fühlt man.

Wir waren nur 5 Tage auf Island, sind also wahrlich keine Island-Experten (noch nicht). Da Island, insbesondere Reykjavik zu einem Szeneziel für Polareinsteiger in Jeans und Reisebussen geworden ist, wollen wir Euch ein paar Tipps geben, damit ihr mehr rausholt aus Eurem Trip.

Beginnen wir mit der Kleidung:

Auf Island ist es es windig und frisch. Die Temperaturen schwanken in der aktuellen Novemberwoche zwischen -15 Grad und +10 Grad. Die Windgeschwindigkeit wird in m/s gemessen.

Dabei ist das Wetter extrem wechselhaft und auch für Isländer teilweise schwer vorherzusehen. Ist es bei Nordwind an der geschützten Südküste noch recht gemütlich, landest Du wenige Kilometer weiter im Hochland im schlimmsten Schneesturm.

Also, Funktionswäsche, Wollsocken sind daher dringend empfohlen. Dazu dicke Klamotten, windfest und wasserdicht. Wir haben festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, gute Kleidung zu finden, die Wind, Wasser und Kälte trotzen, daher hier unsere Empfehlungen für November bis März:

Schuhe:

Hier kommt ihr an Sorel Boots eigentlich nicht vorbei. Sie zeichnen sich durch robuste Sohlen und einem wasserdichtem Gummishell und Außenmaterial aus. Die herausnehmbaren Innenstiefel aus Filz bieten einen sehr guten Wärmeschutz. Ob am Gesyr oder an den Wasserfällen, nass ist es immer. Und wenn Ihr auf der Jagd nach Nordlichtern seid, werdet Ihr Eure Boots lieben.

Jacke:

Über den gemütlichen Wollpulli kommt eine warme und wasserdichte Winterjacke. Die Kapuze mit Kunstfell schützt vor kalten Winden und vor dem Auskühlen. Wir sind hier bei Fjällraven fündig geworden. Ihr benötigt übrigens keinen Schal, einfach den Reißverschluss ganz zu ziehen. Lasst Euch hier aber unbedingt beraten.

Hosen:

In Reykjavik gehen die Isländer gerne etwas schicker aus. Auch im November kommen noch zahlreiche Touristen nicht nur aus Europa, sondern auch aus Asien und den USA (5 ½ Flugstunden nach NYC).

Wichtiger zum Überleben und Wohlfühlen für Eure Adventure-Touren sind wind-und wasserabweisende Skihosen, dicke Strümpfe und Funktionsunterwäsche.

Aktivitäten im November

Island ist mittlerweile ein richtiges Touristenziel. Einige „Hot Spots“ sind im Sommer wahrscheinlich stark überlaufen.

Autofahren

Für Unabhängigkeit und Abenteuerfreude gönnt Euch ein eigenes Auto und achtet auf eine gute Versicherung.

Die meisten Straßen im Hochland sind im Winter gesperrt, wir waren dennoch jeden Tag über unseren Toyota Land Cruiser froh. Island muss man einfach selbst entdecken, auch wenn wir nur selten wirklich offroad fahren konnten. Für alle Autofahrer, nehmt Euch ein Navi mit, auch wenn wir mit Google Maps wunderbar zurecht gekommen sind. Nicht immer ist das Netz im Hochland gut. Ganz ganz wichtig. Schaut vor jeder Fahrt nach dem Wetter und den Straßenbedingungen. Zum Beispiel hier: Road.is

Übrigens: Aufgrund zahlreicher übermütiger Touris sind die Isländer mittlerweile wohl leicht gereizt von den Fahrkünsten so mancher Touristen. Die Isländer halten sich recht strikt an die Tempolimits (max. 90), wissen, wann sie nicht durch Wasserläufe fahren und machen auch keine Fotostopps auf der Landstraße.

Ach ja, wenn Straßen gesperrt sind, bitte beachtet die Sperrung. Es sei denn Ihr seid wie wir mit einem Ex-Ralley Fahrer im Super-Jeep von Mountaineers unterwegs.

Golden Circle

Die Golden-Circle Route ist übrigens schon ein Highlight. Alle Sehenswürdigkeiten sind auch im November ausgesprochen gut besucht, diesen aber auch wirklich wert.

Besonders der immer wieder überraschend hoch in die Luft schießende STROKKUR hat uns mächtig beeindruckt. Der Nationalpark ÞINGVELLIR begeistert durch die Landschaft und die mächtige Spalte, zwischen der eurasischen und amerikanischen Kontinentalplatte. Der GULLFOSS Wasserfall ist durch seine Größe und seine zwei Stufen ebenfalls einfach nur beeindruckend.

Richtung Nordwesten

Unser absolutes Highlight war die Fahrt zum Berg KIRKJUFELL. Dieser liegt im Westen von Island auf der unwirklich schönen Halbinsel Snæfellsnes.

Richtung Südosten

An der Südküste sind wir von Reykjavik nur bis Vik gekommen. Zu viele schöne Spots lagen unterwegs. Entlang der Ring Road finden sich zum Beispiel die berühmten Wasserfälle SELJALANDSFOSS und SKÓGAFOSS sowie der gut besuchte und aufregende Strand von REYNISFJARA.

 

Vulkane

Übrigens: Derzeit verzeichnen die Vulkane auf Island leichte Aktivität. Von der Panikmache der deutschen Presse ist bei den gelassenen Isländern nichts zu spüren. Die wichtigsten und aktuellsten Infos findet Ihr hier: en.vedur.is

Uns ist klar, dass wir nur einen kleinen Ausschnitt gesehen haben. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen. Am liebsten um die Insel offroad zu erkunden. Die Planung für 2018 hat bereits begonnen.

Ísland við hlökkum til að sjá þig

Vielen Dank für die guten Tipps und großartigen Erlebnisse an:

Icelandy

Rena Boll

Authentic Scandinavia

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