Tulum hat sich zu einem echten Hotspot für Foodies entwickelt. Entlang der Küstenstrasse in der „Hotel Zone“ haben sich nicht nur zahlreiche Design Boutiquen, sondern auch zahlreiche Restaurants mit guten Essen, aber auch gesalzenen Preisen niedergelassen: Zamas mit wunderbarem Wasserblick oder Restaurare und Hartwood mit Dschungelfeeling.

Alles sehr nett, überall wird Wert auf organic, vegan oder local gelegt. Doch genau wie die vielen Boutiquen mit vermeintlich lokalen Produkten von lokalen Designern, ist es uns doch etwas zu „touristisch“.

Wir sind eher auf der Suche nach noch authentischeren Geschmackserlebnissen und Lokalitäten.

Erstmalig fündig werden wir in der Taqueria la Eufemia, direkt am Wasser gelegen. Etwas versteckt an der Hauptstrasse, befindet sich ein schmaler Durchgang zum Strand und dem Strandrestaurant.

eufemia tulum

Das Publikum ist größtenteils jung, viele Einheimische und es herrscht eine sehr relaxte Atmosphäre. Je tiefer die Sonne im Dschungel versinkt, desto ausgelassener die Stimmung. Die Tacos sind allesamt einen Versuch wert. Pescado, Camaron, Arrachera, Pastor, Chicharron, Poc Chuc & Veggie. Immer dabei etwas Frijoles (Bohnenmus) und Avocado oder Guacomole. Lecker!

Einfach alle durchprobieren, ein Sol dazu und die Atmosphäre am Strand aufsaugen.

Zum Glück war unsere Fahrt mit den Bikes nicht all zu weit. Tiefschwarz wird die Nacht und wir sind doch recht froh, heil im heimischen Hotel angekommen zu sein.

Am nächsten Tag wollen wir uns eine Empfehlung von den Jungs von Salt n Silver anschauen. Da der Laden erst ab 17.00 Uhr öffnet, nehmen wir uns ein Taxi. Ohne Rückspiegel, Gurt (unüblich) und wahrscheinlich auch ohne Führerschein fährt uns das Taxi nach Tulum Town, mitten rein in einen knackigen Tropensturm. Wir sind froh als wir ankommen, wir fühlen uns trotz Gewitter ausserhalb des Autos sicherer, zudem es auch recht stark reinregnete. Also, nichts wie rein ins Antojitos La Chiapaneca.

Der Laden hat die wohl besten Tacos al Pastor in Tulum. Das Fleisch wird ähnlich wie bei uns der Döner zubereitet, bevor es auf die Taco-Scheiben kommt.

Hier essen fast nur noch Einheimische und es herrscht ein riesen Betrieb. Wir zahlen ca. 70 Euro-Cent pro Taco. Auch ein Grund, weswegen so viele Einheimische hier essen. Die weiteren Zutaten entnehmen wir dem Buffet. Es ist spannend zu sehen, wie die Locals ihre Taco-Zutaten zusammenstellen. Faustregel: alles was scharf aussieht, ist auch (sehr) scharf. Also mit Vorsicht „geniessen“.

Für uns ist das hier die absolute Geschmackserfüllung. Nur müssen wir einsehen, dass dies für die Mexikaner eher günstiges (wenn auch gesunderes) Fast-Food ist. Am Ende sind die beiden Taxifahrten dreimal so „teuer“ wie das Essen. Offenbar sind Tacos also zu günstig für die zahlungswillige, vegan-organic Zielgruppe in der Hotel-Zone. Eigentlich schade.

Wir freuen uns jedenfalls, dass es in unserer Heimat immer mehr mexikanische Restaurants gibt, die richtig gute Tacos zaubern. Auch für unsere Bulli-Touren mit zwei Herdplatten haben wir viele Ideen mitgenommen, leckerste und abwechslungsreiche Mahlzeiten zu zaubern.

Buen provecho!